Gartenholz mit GORI 88 lasieren: Anleitung Schritt für Schritt
Gartenholz wird in drei Grundschritten lasiert: Untergrund reinigen und die Holzfeuchte prüfen, dann GORI 88 COMPACT in zwei dünnen, gleichmäßigen Anstrichen mit ausreichender Zwischentrocknung auftragen. Eine Grundierung mit GORI 23 Multi-Primer ist nur bei kritischen Untergründen wie Metall-Holz-Kombinationen oder Hart-PVC-Anschlüssen nötig. Verarbeitet wird bei +5 °C bis +35 °C, zwischen den Anstrichen liegen mindestens 16–24 Stunden.
Inhalt
Das brauchen Sie
Projektvorlage „Holz außen streichen & ölen“Gartenholz lasieren Sie in drei Grundschritten: Untergrund reinigen und auf die richtige Holzfeuchte prüfen, dann mit GORI 88 COMPACT zwei dünne, gleichmäßige Anstriche mit ausreichender Zwischentrocknung auftragen. Nur bei kritischen Untergründen (Metall-Holz-Kombination, Hart-PVC-Anschlüsse) ist vorher eine Grundierung mit GORI 23 Multi-Primer nötig. Wichtig sind die Verarbeitungstemperatur von +5 °C bis +35 °C und mindestens 16–24 Stunden Trockenzeit zwischen den Anstrichen.
Fassaden, Fenster, Gartenmöbel und Zäune aus Holz brauchen im Außenbereich einen dauerhaften UV- und Wetterschutz – sonst vergraut das Holz, reißt oder wird durch stehende Feuchtigkeit angegriffen. Mit GORI 88 COMPACT aus unserem Shop tragen Sie eine geprüfte, thixotrope Mittelschichtlasur auf, die nach EN 927-1 und EN 927-2 zertifiziert ist. Diese Anleitung führt Sie durch Vorbereitung, Grundierung und Auftrag – inklusive aller Trocknungszeiten und Kontrollkriterien aus dem technischen Datenblatt.
Einkaufsliste
Basis-Set (immer erforderlich)
Optional – je nach Einbausituation
- GORI 23 Multi-Primer – nötig bei Metall-Holz-Kombinationen (z. B. Fensterbänke), Hart-PVC-Anschlüssen oder Hölzern mit stark wasserlöslichen Inhaltsstoffen, die durchschlagen können.
- GORI 33 Sensitiv Dünnschichtlasur – Alternative zu GORI 88 für Spielgeräte, Kindergärten oder Bereiche mit direktem Personenkontakt (nach DIN EN 71 Teil 3 geprüft, erodierende statt filmbildende Verwitterung).
Werkzeug
- Malerkrepp zum Abkleben von Glas, Beschlägen und angrenzenden Bauteilen
- Feuchtemessgerät für Holz
- Rührstab, Abdeckfolie/Pappe, Arbeitshandschuhe
- Terpentinersatz zur Werkzeugreinigung (bei GORI 23: Wasser)
Warum muss Gartenholz lasiert werden?
Die Alkydharz-Basis mit hohem Festkörperanteil sorgt für langanhaltende Farbstabilität und Witterungsbeständigkeit nach EN 927-2 (Freibewitterung).
Die Holzfeuchte kann entweichen, sodass die Lasur nicht abblättert oder aufquillt – anders als ein geschlossener Lackfilm.
Die thixotrope Gel-Konsistenz von GORI 88 verhindert Läufer und Tropfnasen, auch an senkrechten Flächen und profilierten Hölzern.
Schritt für Schritt: Gartenholz lasieren
Messen Sie die Holzfeuchte mit einem Feuchtemessgerät. GORI 88 COMPACT ist laut technischem Datenblatt nur für maßhaltiges Holz (Holzfeuchte ≤ 15 %, z. B. Fenster, Türen) und begrenzt maßhaltiges Holz (≤ 18 %, z. B. Fassaden, Gartenmöbel) freigegeben. Bei höheren Werten drohen Haftungsprobleme und Blasenbildung. Kontrolle: Messwert liegt unter dem jeweiligen Grenzwert – andernfalls das Holz witterungsgeschützt nachtrocknen lassen.
Entfernen Sie losen Schmutz und alte, nicht mehr intakte Anstriche restlos porentief. Intakte alte Dünnschichtlasur reicht es, leicht anzuschleifen. Nur eine tragfähige, saugfähige Oberfläche gewährleistet das offenporige Einziehen der neuen Lasur. Kontrolle: Nach dem Abkehren keine glänzenden oder glatten Reststellen mehr sichtbar, Oberfläche gleichmäßig matt und staubfrei.
Kleben Sie Glasflächen, Beschläge und angrenzende Bauteile mit Malerkrepp ab und decken Sie den Boden ab. Alkydharzlasur lässt sich nach dem Trocknen nur schwer von Glas und Metall entfernen. Kontrolle: Kanten sauber gerade abgeklebt, Klebeband fest angedrückt – keine Unterläufer.
Bei Metall-Holz-Kombinationen, Hart-PVC-Anschlüssen oder Untergründen mit wasserlöslichen Holzinhaltsstoffen tragen Sie GORI 23 Multi-Primer unverdünnt mit Pinsel oder Rolle auf. Der Primer wirkt als Rostschutz auf Eisenmetallen, Haftvermittler auf Zink/Alu/Hart-PVC und Isoliergrund gegen durchschlagende Holzinhaltsstoffe. Trocknungszeit: staubtrocken nach ca. 1–2 Std., überstreichbar nach ca. 24 Std. bei 23 °C/60 % rF – diese Zeit für die volle Absperrwirkung unbedingt einhalten. Kontrolle: Grundierung deckt gleichmäßig, keine durchscheinenden Stellen.
GORI 88 gut aufrühren und unverdünnt (bei Bedarf max. 5 % Terpentinersatz) mit dem Lasurpinsel in Faserrichtung auftragen, ca. 65–80 ml/m². Nur bei +5 °C bis +35 °C und trockener Witterung arbeiten – nicht in praller Sonne oder vor angekündigtem Regen. Hirnholz und stark saugende Stellen vorab mit stärker verdünnter Lasur (max. 10 % Terpentinersatz) behandeln. Kontrolle: Keine Tropfnasen oder Ansammlungen in Ecken und Profilen – bei Bedarf mit trockenem Pinsel nachstreichen.
Mindestens 16–24 Std. bei 23 °C/50 % rF trocknen lassen, bei niedrigeren Temperaturen oder höherer Luftfeuchte entsprechend länger. Stehen nach dem ersten Anstrich Holzfasern hoch, mit einem leichten Zwischenschliff glätten. Kontrolle: Kratzprobe an unauffälliger Stelle – die Oberfläche darf nicht mehr klebrig sein und keinen Fingerabdruck hinterlassen.
Tragen Sie den zweiten, deckenden Anstrich mit Material derselben Chargen-Nummer auf, um Farbtongleichheit zu gewährleisten. GORI 88 ist als Mittelschichtlasur für in der Regel zwei Anstriche auf grundiertem oder vorbehandeltem Holz konzipiert – erst die zweite Schicht erreicht die volle Schutzwirkung nach EN 927-2. Kontrolle: Deckbild gleichmäßig, keine hellen oder durchscheinenden Stellen, Farbton über die gesamte Fläche einheitlich.
Lassen Sie die Fläche vollständig durchtrocknen, bevor Möbel genutzt oder Bauteile montiert werden, und reinigen Sie Werkzeug sofort mit Terpentinersatz (GORI-23-Werkzeug mit Wasser). Kontrolle: Kratzversuch mit dem Fingernagel an unauffälliger Stelle – keine Riefen, kein Abfärben.
Trocknungszeiten im Überblick
| Produkt | Staubtrocken | Überstreichbar / Weiterverarbeitung | Kontrolle |
|---|---|---|---|
| GORI 88 COMPACT | ca. 2–3 Std. (23 °C/50 % rF) | ca. 16–24 Std. (23 °C/50 % rF) | Fingertest: nicht klebrig, kein Abdruck |
| GORI 23 Multi-Primer (optional) | ca. 1–2 Std. | ca. 24 Std. (23 °C/60 % rF) | Deckend, keine durchscheinenden Stellen |
Werte laut technischem Datenblatt des Herstellers bei den angegebenen Referenzbedingungen. Bei niedrigeren Temperaturen oder höherer Luftfeuchtigkeit verlängern sich die Zeiten.
Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Verarbeitung außerhalb des Temperaturfensters: Unter +5 °C oder über +35 °C trocknet die Lasur ungleichmäßig. Wetterbericht vorab prüfen und bei Hitze die Schattenseite zuerst streichen.
- Zu dicker Auftrag in Ecken und Profilen: Auch bei der thixotropen Gel-Lasur können sich Tropfnasen bilden. Möglichst wenig Material gleichmäßig verteilen und den Pinsel regelmäßig entlasten.
- Farbchargen gemischt: Unterschiedliche Chargen-Nummern auf einer Fläche führen zu sichtbaren Farbunterschieden. Für zusammenhängende Flächen nur eine Chargen-Nr. verwenden bzw. mehrere Gebinde vorab zusammenschütten.
- Zu kurze Zwischentrocknung: Wird die zweite Schicht zu früh aufgetragen, schließt sie Lösemittel ein – die Lasur bleibt weich oder reißt später. Mindestens 16–24 Std. einhalten, bei feuchtkaltem Wetter entsprechend länger.
- Holzfeuchte nicht geprüft: Zu feuchtes Holz führt zu Haftungsproblemen und Blasenbildung. Vor Beginn immer mit dem Feuchtemessgerät prüfen.
- Hirnholz nicht zusätzlich versiegelt: Über die offenen Poren der Schnittkanten dringt Wasser ein und verursacht dunkle Ausläufer. Hirnholzflächen vorab mit verdünnter Lasur (max. 10 % Terpentinersatz) zusätzlich behandeln.
FAQ
Wie viele Anstriche brauche ich mit GORI 88 COMPACT?
Laut Herstellerangabe ist GORI 88 als Mittelschichtlasur konzipiert und wird in der Regel in zwei Anstrichen auf grundiertem oder vorbehandeltem Holz aufgetragen.
Kann ich GORI 88 auf druckimprägniertes Holz oder Teak/Bangkirai auftragen?
Nein. Laut Produktdatenblatt ist GORI 88 COMPACT nicht für Innenanstriche, Parkettböden, druckimprägniertes Holz oder unbehandelte Harthölzer wie Teak und Bangkirai geeignet.
Wie lange muss ich zwischen den beiden Anstrichen warten?
Mindestens 16–24 Stunden bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchte. Bei niedrigeren Temperaturen oder höherer Feuchtigkeit verlängert sich die Trockenzeit.
Brauche ich für mein Projekt eine Grundierung?
Nur wenn Metall-Holz-Kombinationen, Hart-PVC-Anschlüsse oder Untergründe mit stark wasserlöslichen Holzinhaltsstoffen vorliegen. In diesem Fall GORI 23 Multi-Primer auftragen und die Trockenzeit von ca. 24 Stunden einhalten.
Wie viel Lasur brauche ich für mein Projekt?
Rechnen Sie mit ca. 65–80 ml/m² pro Anstrich, bei zwei Anstrichen also ca. 130–160 ml/m². Der genaue Verbrauch hängt von Holzart und Saugfähigkeit ab und sollte per Probeauftrag ermittelt werden.
Wofür eignet sich GORI 33 Sensitiv im Vergleich zu GORI 88?
GORI 33 ist eine wasserbasierte Dünnschichtlasur, die nach DIN EN 71 Teil 3 auch für Kindergärten, Schulen und Spielanlagen zugelassen ist und erodierend statt filmbildend verwittert. GORI 88 bietet als Mittelschicht-Gel einen dickeren, deckenderen Schutz. Details im Ratgeber GORI 33 oder GORI 88.
Alle Produkte aus dieser Anleitung finden Sie auch in unserer Holzschutz-Kategorie. Wer sich zwischen den beiden Lasursystemen noch nicht sicher ist, findet im Ratgeber GORI 33 oder GORI 88 den direkten Vergleich beider Produkte.
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Vergleich
GORI 33 oder GORI 88 – Welche Holzlasur passt zu Ihrem Projekt?
GORI 33 oder GORI 88: Dünnschicht- oder Mittelschichtlasur für welches Holzbauteil
Anleitung
Holzfassade deckend streichen mit GORI 23 und GORI 99
Holzfassade mit GORI 23 grundieren und GORI 99 deckend streichen, 24 Std. Wartezeit