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Das brauchen Sie: Einkaufsliste
Basis-Set (immer erforderlich)
Optional – je nach Einbausituation
- Ottoflex Innenecke und Außenecke – vorgeformte Formteile, die Ecken zuverlässig verstärken (empfohlen, einfacher als selbst geschnittenes Band)
- Bodendichtmanschette 42,5 × 42,5 cm – bei bodengleicher Dusche mit Bodenablauf
- Wannenranddichtband und Duschboard-Ecke – beim Anschluss an Dusch- oder Badewanne
- Dehnzonenmanschette – für Bewegungs- und Dehnzonen
Werkzeug: Farbwalze (kurzflorig oder Schaumstoff), Quirl zum Aufrühren, Pinsel oder Tiefengrundbürste für Ecken und Grundierung. Alle Systemkomponenten finden Sie in der Kategorie Sanitärabdichtung.
Warum Verbundabdichtung?
Fliesen und Zementfugen allein sind nicht dauerhaft wasserdicht – Feuchtigkeit wandert mit der Zeit in den Untergrund und führt zu Durchfeuchtung, Schimmel und Schäden an der Bausubstanz. Die Abdichtung liegt deshalb unter den Fliesen, direkt im Verbund mit dem Fliesenkleber (daher „Verbundabdichtung“).
Die Ottoflex Flüssigfolie ist dafür nach abP A1 und ZDB-Merkblatt geprüft, überbrückt Risse im Untergrund und ist mit handelsüblichen Fliesenklebern und Dichtstoffen verträglich. Geeignete Untergründe: Gipsputz, Gipskarton, Leichtbauplatten, Putz, (Poren-)Beton, Mauerwerk, Stein, Estrich. Nicht geeignet als Untergrund: Bauabdichtungen aus PE, PP oder Bitumenschweißbahnen.

Schritt für Schritt: Dusche abdichten
1Untergrund prüfen und vorbereiten
Der Untergrund muss planeben, sauber, tragfähig, trocken sowie öl- und fettfrei sein. Staub, Schmutz und lose Teile abbürsten und absaugen. Die Oberfläche darf keine Nester, Grate oder durchgehende Risse enthalten – Unebenheiten mit einem geeigneten Fliesenkleber ausgleichen. Gipsputz muss fest, trocken, geglättet und einlagig mindestens 10 mm dick sein.
Restfeuchte prüfen: Zementestrich max. 2 %, Anhydritestrich max. 0,5 %, beheizter Anhydritestrich max. 0,3 %. Ist der Estrich zu feucht, unbedingt weiter trocknen lassen – sonst haftet die Abdichtung nicht dauerhaft.
2Saugende Untergründe grundieren
Saugende mineralische Untergründe, Gipskarton und andere gipshaltige Untergründe brauchen zwingend eine Grundierung, damit die Flüssigfolie haftet: Ottoflex Voranstrich gut aufrühren bzw. schütteln und unverdünnt satt und gleichmäßig mit Farbwalze, Tiefengrundbürste oder Pinsel auftragen. Verarbeitungstemperatur: +5 °C bis +25 °C.
Trocknung: mindestens 2 Stunden (bei +20 °C und 50 % Luftfeuchte). Ob die Grundierung ausgehärtet ist, prüfen Sie mit einem einfachen Kratzversuch: lässt sich die Schicht nicht mehr abkratzen, kann es weitergehen.
3Ecken und Anschlüsse mit Dichtband abdichten
Immer zuerst die kritischen Stellen, dann die Fläche: Wandecken und Wand-Boden-Anschlüsse mit Flüssigfolie einstreichen, das Ottoflex Dichtband in die frische Flüssigfolie einlegen und das Gewebe mit dem Randbereich satt überstreichen, sodass es vollständig eingebettet ist.
Wichtig: Überlappungen der Bandstücke sauber verkleben und Ecken mit passenden Formteilen verstärken – dafür gibt es die vorgeformte Innenecke und Außenecke. Beim Anschluss an eine Dusch- oder Badewanne das Wannenranddichtband verwenden. Das Dichtband ist temperaturbeständig von −20 °C bis +90 °C und nach ETAG 022 geprüft.
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4Rohrdurchführungen und Ablauf abdichten
Jede Durchdringung der Abdichtung ist eine potenzielle Schwachstelle. Armaturen- und Rohrdurchführungen in der Wand mit der Wand-Dichtmanschette abdichten, den Bodenablauf einer bodengleichen Dusche mit der großflächigen Bodendichtmanschette. Die Manschetten – wie das Dichtband – in die frische Flüssigfolie einbetten und satt überstreichen.
5Flüssigfolie in zwei Schichten auftragen
Ottoflex Flüssigfolie vor Gebrauch mit dem Quirl gut aufrühren. Mit der Farbwalze in gleichmäßiger Schichtstärke auf Wand und Boden auftragen – die Folie ist gebrauchsfertig und lässt sich rollen, streichen oder spachteln. Keine Stelle auslassen: Lücken in der Abdichtung sind später nicht mehr sichtbar, aber undicht.
Zweite Schicht: nach mindestens 1 Stunde Trocknung auftragen. Eine dritte Schicht ist möglich, aber nicht nötig. Werkzeug direkt nach Gebrauch mit Wasser reinigen – ausgehärtete Folie lässt sich kaum noch entfernen.

6Trocknen lassen, fliesen und verfugen
Nach ca. 2–3 Stunden Trocknung können handelsübliche Fliesenkleber im Dünnbettverfahren direkt auf die Flüssigfolie aufgebracht und gefliest werden. Die Trocknungszeit hängt von Temperatur, Luftbewegung und Luftfeuchte ab – im Zweifel länger warten.
Zum Schluss die Anschlussfugen (Wand/Boden, Wannenrand, Ecken) dauerelastisch mit Sanitärsilikon verfugen – welches sich eignet und wie Sie die Fuge sauber glätten, zeigt unser Ratgeber Welches Silikon für die Dusche?
Trocknungszeiten im Überblick
| Arbeitsschritt | Wartezeit | Kontrolle |
|---|---|---|
| Voranstrich trocknen | mind. 2 Stunden (+20 °C / 50 % rF) | Kratzversuch |
| Zwischen 1. und 2. Schicht Flüssigfolie | mind. 1 Stunde | Oberfläche trocken |
| Vor dem Fliesen | ca. 2–3 Stunden | Fläche durchgetrocknet |
Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden
- Saugenden Untergrund nicht grundiert: Auf Gipskarton & Co. hält die Flüssigfolie ohne Voranstrich nicht zuverlässig.
- Ecken nur mit Flüssigfolie: In Bewegungsfugen reißt reine Folie – Ecken und Anschlüsse brauchen immer Dichtband bzw. Formteile.
- Dichtband auf getrocknete Folie gelegt: Das Band muss in die frische Flüssigfolie eingebettet und satt überstrichen werden.
- Zu früh gefliest: Trocknungszeiten einhalten – eingeschlossene Feuchtigkeit gefährdet den Verbund.
- Falscher Einsatzort: Das Ottoflex-System ist für Nassräume unter Fliesen konzipiert – nicht zum reinen Abdichten von Balkonen oder Terrassen.
Flüssigfolie, Dichtschlämme oder Abdichtungsbahn – was in die Dusche?
Alle drei Systeme dichten eine Dusche normgerecht ab. Diese Anleitung zeigt die Flüssigfolie, weil sie gebrauchsfertig aus dem Eimer kommt und sich streichen oder rollen lässt. Mineralische Dichtschlämme wird als Pulver angerührt und gestrichen, gespachtelt oder gekellt. Die Abdichtungsbahn wird mit Hybridkleber verklebt und bringt ihre Schichtdicke schon mit.
| System | Lieferform und Verarbeitung | Wand und Boden (W1-I, W2-I) | Sehr hohe Beanspruchung (W3-I) |
|---|---|---|---|
| Flüssigfolie | gebrauchsfertig im Eimer; streichen oder rollen | ja | Wand ja, Boden eingeschränkt |
| Mineralische Dichtschlämme | Pulver, wird angerührt; streichen, spachteln oder kellen | ja | ja |
| Abdichtungsbahn mit Hybridkleber | Bahn, wird verklebt | ja | ja |
In jedem System zwingend sind Dichtband an Ecken und Anschlüssen sowie Manschetten an Rohren und am Ablauf – und alle Komponenten aus einem System. Welche Beanspruchungsklasse Ihr Bad hat, steht im Ratgeber Abdichtung im Badezimmer. Die Verarbeitung der Schlämme zeigt Dichtschlämme auftragen, das ganze Bad mit Flüssigfolie Bad abdichten mit Flüssigfolie.
Häufige Fragen zur Duschabdichtung
Muss eine Dusche unter den Fliesen abgedichtet werden?
Ja. Fliesen und Fugen sind nicht dauerhaft wasserdicht. Eine normgerechte Verbundabdichtung unter den Fliesen schützt die Bausubstanz vor Wasserschäden und Schimmel.
Wie lange muss Flüssigfolie trocknen?
Zwischen den Schichten mindestens 1 Stunde. Nach ca. 2–3 Stunden kann im Dünnbettverfahren gefliest werden – abhängig von Temperatur und Luftfeuchte.
Kann man Flüssigfolie auf Gipskarton auftragen?
Ja. Gipskarton und andere gipshaltige oder saugende Untergründe vorher mit Ottoflex Voranstrich grundieren, mindestens 2 Stunden trocknen lassen und die Aushärtung per Kratzversuch prüfen.
Brauche ich vorgeformte Ecken oder reicht das Dichtband?
Ecken sollten mit passenden Formteilen verstärkt werden – vorgeformte Innen- und Außenecken sind sicherer und einfacher zu verarbeiten als selbst geschnittenes Band.
Was brauche ich zusätzlich bei einer bodengleichen Dusche?
Den Bodenablauf mit einer großflächigen Bodendichtmanschette (42,5 × 42,5 cm) abdichten und in die frische Flüssigfolie einbetten.
Eignet sich die Flüssigfolie auch für Balkon oder Terrasse?
Nein, das Ottoflex Abdichtsystem ist nicht zum reinen Abdichten von Balkonen bzw. Terrassen geeignet. Es ist für Nassräume unter Fliesen und Platten konzipiert.


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